Ich selbst bin ja ein großer Fan von diesen Top-X-Listen in allen möglichen Kategorien. Immer wieder stößt man durch die Empfehlung von anderen auf eine Software-Perle, die man sonst nie in Erwägung gezogen hätte, die sich aber unter dem Strich doch als quasi-unersetzlich herauskristalisiert hat. Deshalb möchte ich hier eine solche Liste anstoßen – und zwar ganz im Blogger-Stil mittels einer Stöckchen-Umfrage. Ihr, liebe Leser, seit aufgerufen, mir eure Favoriten aus den Kategorien Multimedia, Internet, System, Kommunikation, Web-Tools und Sonstiges zukommen zu lassen.
Dabei geht es weniger um Programme, die allgemein bekannt sein dürften – sondern eben um die kleinen Helferlein, die vielleicht zu Unrecht ein Nieschendasein fristen oder die noch so brandneu sind, dass sie noch kaum jemand kennt.
Wie läuft das Ganze ab?
Ihr schreibt einen Kommentar mit euren Highlights an diesen Artikel oder verfasst auf eurem eigenen Blog einen entsprechenden Artikel und sendet mit ein Track- oder Pingback. Deadline für eure Einreichung ist Sonntag, der 21. März um 16 Uhr. Danach sammle ich eure Ergebnisse ein, fasse sie übersichtlich zusammen und präsentiere sie in einem weiteren Artikel auf der Netz-Basis.
Und weil ich ja kein Unmensch bin, fange ich gleich mal vorbildlich an und präsentiere euch meine Tools.
Kategorie Multimedia: MKV2VOB

Multimedia ist generell ein weites Feld. Ich könnte jetzt von Audio- oder Video-Playern erzählen, doch das ist bei mir eigentlich alles Standard-Kram. Auch nutze ich selten mal irgendein Streaming-Tool oder tue sonst was Außergewöhnliches in dem Bereich.
Da ich aber nun mal hier meine schnuckelige PS3 stehen habe, schaue ich die meisten Filme und Serien dann doch über eben jene. Nun ist bekanntlich die PS3 kein Formate-Alleskönner – zwar war lange Zeit das Thema mit dem XVID-Containern eigentlich gegessen, aber nun ist eben HD-Time. Im Internet hat sich MKV als Container für hochauflösende Filme durchgesetzt, und da drückt dann leider doch der Schuh. Die Lösung? Das Video kurz in MKV2VOB laden, Container ändern, gegebenenfalls noch die Audio-Spur für die Ausgabe via Fernsehlautsprecher heruntersample’n und fertig ist die Kiste. Eine Sache von 5-10 Minuten pro Film und hinterher hat keiner mehr Probleme.
Kategorie Internet: Read it Later

Zwar handelt es sich weniger um ein wirkliches Windows-Programm als um ein Webtool mit verschiedenen Schnittstellen – trotzdem. Read It Later hat sich in meinen Arbeitsablauf dermaßen integriert, dass ich nicht mehr darauf verzichten kann. Häufig kommt es vor, dass ich im Internet auf eine Seite stoße, die nicht zu meiner derzeitigen Tätigkeit passt oder für die ich keine Zeit übrig habe, die ich aber dennoch gerne lesen würde. Kein Problem, denn mit Read it Later kann ich die Seite zum späteren Lesen vormerken. Das geht über das Firefox Addon oder auch ganz einfach am iPhone.
Wenn ich dann wieder mehr Zeit habe, kann ich mir die Liste wieder anzeigen lassen und sofort loslegen. Gerade der übliche Blogger hat ja viele “Stammseiten” und nur wenig Zeit – perfektes Tool also, für eine Recherche.
Ganz ähnlich im Konzept ist übrigens Instapaper – aber nicht annähernd so hübsch finde ich. Speziell die iPhone-App zu Read it Later hat es mir nämlich angetan.
Kategorie System: Launchy

Zwar ist Launchy sicher kein unbekanntes Tool unter den meisten Lesern dieses Blogs. Dennoch will ich es an dieser Stelle mal erwähnen, zumal kürzlich die neueste Beta 2.5 sowie die Version für den Mac auf den Markt gekommen sind.
Für diejenigen, die mit Launchy nicht vertraut sind: Es handelt sich um einen Programmstarter, ganz ähnlich der Schnellsuche im Windows-Startmenü – nur eben schneller. Man legt eine Tastenkombination fest, um das Tool aufzurufen, tippt dann die ersten paar Buchstaben des Programms, das man starten möchte – und schon geht’s los. Doch Launchy kann mehr. An dieser Stelle sei dann auch auf Webdomination.de verwiesen, denn dort finden sich eine Menge Tipps.
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Kategorie Kommunikation: Seesmic for Windows

Twitter-Clients gibt es viele. Fast schon zu viele, denn letztlich bringen sie alle nur mehr oder weniger dieselben Funktionen mit, die in jeweils unterschiedliche Programmoberflächen verpackt worden sind. Lange Zeit war ich ein Verfechter von Tweetdeck, weil es recht komfortabel die Arbeit mit mehreren Twitter-Accounts ermöglicht hat.
Hübscher und effektiver finde ich seit kurzem allerdings Seesmic for Windows. Das Interface ist nicht so düster geraten, sondern sieht richtig richtig schick aus. Und noch dazu ist es mal ausnahmsweise keine Adobe AIR Applikation, was meiner Meinung nach ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist. Seesmic ist schnell und gerade deshalb einen Versuch wert, denke ich.
Kategorie Web-Tools: Pixlr

Pixlr habe ich bereits hier auf der Basis erwähnt, aber meine Begeisterung für das Web-Tool sind ungebrochen. Kurz zusammengefasst: Es handelt sich um eine Online-Bildbearbeitung, die sich – was das Interface und dessen Bedienung angeht – stark an Adobes Photoshop anlehnt. Es ist fast schon unglaublich, wie man die Funktionen des superteuren Premium-Bildbearbeitungsprogramms nachstellen konnte.
Für die Bearbeitung von Bildern auf die Schnelle gibt es meiner Meinung nach keine bessere Lösung. Gerade wenn man unterwegs ist und eben nicht auf das heimische Photoshop zurückgreifen kann, oder wenn man nicht bereit ist, Photoshop zu erwerben, dann sei einem Pixlr einfach nur wärmstens ans Herz gelegt.
Kategorie Sonstige: Adobe Browser Lab

In letzter Zeit arbeite ich wieder viel an Webseiten und dieser Prozess hat es an sich, dass man leider die Kompatibilität einer Seite bezogen auf die Vielfalt an Browsern und der Fähigkeiten testen muss. Da man auf einem System einfach nicht alle möglichen Programme in den unterschiedlichsten Funktionen installieren kann, gibt es hierfür Hilfsmittel. Bisher war das in meinem Fall eigentlich immer Browsershots, denn dort kann man Screenshots von den unterschiedlichsten Systemen in Auftrag geben. Leider ist die Wartezeit, bis man sein komplettes Set zusammen hat, dort aber leider mitunter recht lang.
Abhilfe bringt das Browserlab von Adobe. Noch ist das Ganze in der Betaphase, so dass man es kostenlos nutzen kann – aber es funktioniert auch einfach sagenhaft gut. Man legt sich ein sogenanntes “Set” aus unterschiedlichsten Browservarianten an und gibt die zu testende Adresse ein. Daraufhin werden im Hintergrund die verschiedenen Screenshots erstellt und man kann diese zuckersüß einander gegenüberstellen. Sogar eine (für mich leicht verwirrende) Overlay-Funktion ist dabei, um wirklich auf den Pixel genau identische Resulate zu verwirklichen.
Für mich ganz klar ein Super-Tool, dass noch dazu bestens hier her passt.
Fazit
Meine liebsten Anwendungen aus den genannten Kategorien sind also mkv2vob, Seesmic, Launchy, Read it Later, Pixlr und das Adobe Browserlab. Nun bin ich gespannt, was ich von euch zu hören kriege. :-)



11 Kommentare
Andi B.
13. März 2010 um 13:28Daniel
14. März 2010 um 09:29Nils
15. März 2010 um 21:28Thomas
23. März 2010 um 18:22Dennis
25. März 2010 um 08:23Hannes Schurig
31. März 2010 um 13:41Daniel
3. April 2010 um 18:06Slim Kim
26. April 2011 um 22:38