Der Samsung LE46C650 LCD-TV hat nun meinen bisher im Wohnzimmer beheimateten 42”-Plasma von LG beerbt – und wie es sich für einen Blogger gehört, hat sich die neue Flimmerkiste direkt ein Review hier verdient, um meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Natürlich fehlt mir der technische “Tiefgang”, um einen wirklich aussagekräftigen Testbericht verfassen zu können, aber ein subjektiver Eindruck ist ja für viele auch schon eine Hilfe. Wie sich der Samsung-TV meiner Meinung nach schlägt, könnt ihr im Beitrag lesen.
Wie ich bereits in einem meiner letzten Artikel erwähnt habe, schmückt nun der LE46C650 von Samsung meinen Fernsehschrank – mit 46 Zoll (116 cm) Bildschirmdiagonale ist nun auch endlich eine Größe erreicht, die für unser Wohnzimmer angemessen ist. Auch wenn der Unterschied zum alten 42″-LG nur magere 10 cm beträgt, wirkt der neue Platzhirsch nicht mehr so verloren im Raum.
An das Gerät bin ich über Amazon gekommen – der Preisnachlass von 34% gegenüber der UVP, also effektiv 855 €, bei gleichzeitig durchweg positiven Nutzermeinungen war einfach nicht zu schlagen. Vorweg vielleicht erst Mal ein paar technische Daten zu dem Gerät:
| Bildschirmdiagonale | 46 Zoll / 116 cm |
| Auflösung | Full HD 1920 x 1080 Pixel |
| Bildwiederholrate | 100 Hz |
| Tuner | Integrierter DVB-T/C-Tuner |
| Ton | Dolby Digital Plus, SRS TheaterSound, dts 2.0 2x 10W integrierte Lautsprecher |
| Features |
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| Anschlüsse | 4 HDMI 2 USB 1 Komponente 1 Composite 1 optischer Digitalausgang S/PDF 1 VGA 2 Scart 1 Ethernet 1 CI+ Schacht |
| Unterstützte Videoformate | AVI, ASF, MKV, MP4, 3GPP, VOR, VOB, PS, TS, RMVB, FLV, DivX 3.11, DivX 4.x, DivX 5.1, DivX 6.0, XviD; H.264, H263, MPEG-4 SP, MPEG-4 ASP, Motion JPEG, Windows Media Video v9, MPEG2, MPEG1, RV3.0/RV4.0 |
Ziemlich komplett also – hat halt nur kein 3D. Brauch ich aber auch nicht. So, nun aber zu meinem Eindruck.
Die Bildqualität ist – entsprechendes Eingangsmaterial verausgesetzt – über jeden Zweifel erhaben. Ultra-scharfe Bilder, kein für mich sichtbares Clouding, sehr wenig Schlierenbildung bei schnellen Bewegungen. Die Umschaltzeiten sind relativ gut – auch beim Wechsel von Analog zu Digital oder umgekehrt. Bei mir läuft der TV noch an einem stinknormalen Kabel-TV-Anschluss – sprich: Grundsätzlich analoges Bildsignal, abgesehen von den öffentlichen Sendern, die ja free for all bereits digital (bzw. in HD) zu empfangen sind. In naher Zukunft wird das Ganze aber um die digitale Variante der privaten Sender erweitert – und ich kann es kaum abwarten. Denn so gut das Bild bei digitalem Eingang ist, so schlecht ist es leider bei analog. Das mag weniger an der Qualität des Fernsehers liegen, als viel mehr an der Tatsache, dass ich eigentlich zu nahe dran sitze.
Wie auch immer – auch die Wiedergabe von BluRays über meine PS3 zaubert ein beeindruckendes Bild. Die von einigen Testern kritisierte Bildverzögerung beim Spielen (durch die Bildoptimierungen) habe ich als nicht störend empfunden bzw. eigentlich gar nicht wahrgenommen. Möglich, dass Hardcore-Gamer damit ein Problem haben könnten.
Nicht so schön ist dagegen der leichte Grauschleier, der bei nicht ganz frontalen Betrachtungswinkeln einsetzt – Unser Esstisch steht leicht versetzt im Raum, so dass man den Fernseher faktisch immer drehen muss, um von dort noch ein angenehmes Bild zu haben.
Wirklich gelungen ist aber die Vielfalt der unterstützten Videoformate zur direkten Wiedergabe von USB-Medien. Vor allem über die Unterstützung des auf der PS3 recht problematischen HD-Formats MKV hat mich gefreut. Die Oberfläche des “Media Centers” ist ebenfalls nett anzusehen und reagiert schnell auch in verschachtelten Ordnerbäumen – die Wiedergabe eines 4GB MKV-Filmchens startet fast verzögerungsfrei – besonderes Schmankerl: Es werden sogar NTFS-Partitionen unterstützt- gut für große Dateien!
Bei modernen Fernsehern natürlich immer mit an Bord ist die Elektronische Programmzeitschrift EPG. In diesem speziellen Fall ist die Anwendung sehr übersichtlich gelöst – man bekommt schnell einen Überblick über die laufenden Sendungen und wird nicht durch eine komplizierte Aufmachung verwirrt, wie es bei anderen Herstellern manchmal der Fall ist. Allerdings gestaltet sich die Sortierung der Programme in der Programmliste am TV ziemlich schwierig – hier empfehle ich an den PC auszuweichen, ich habe dazu bereits eine kleine Anleitung hier im Blog verfasst.
Ein weiteres ganz witziges Zusatzfeature ist das Internet@TV – man kann sich mit dem Gerät direkt ins Internet einklinken und durch die extra hierfür entwickelten Samsung-Apps auf dem Fernseher reinziehen: YouTube, Facebook, Picasa, Twitter, Bild-Online – alles dabei. Nette Spielerei für zwischendurch, wirklichen Mehrwert bringt es aber meiner Meinung nach noch nicht. Natürlich ist es praktisch, Zugriff auf seine Picasa-Fotos zu haben, wenn man Sie mal eben den Freunden auf dem TV präsentieren möchte – aber dann kann ich nun mal auch meine Festplatte oder einen USB-Stick anschließen, und das Ganze läuft gleich viel flüssiger. Ich bin aber mal gespannt, was für Apps sich noch den Weg auf den Fernseher bahnen .. es gibt sogar schon das eine oder andere Spielchen.
Fazit
Alles in Allem kann ich wohl ein durchaus positives Fazit ziehen. Dafür, dass es sich ganz eindeutig um ein Schnäppchen gehandelt hat, bin ich sogar extrem begeistert. Klar, das mit dem etwas eingeschränkten Blickwinkel nervt schon ein wenig, aber alles andere ist wirklich gut, finde ich. Natürlich ist die Kiste mittlerweile schon veraltet – immerhin handelt es sich um ein Gerät der Serie 6 – derzeit aktuell ist bei Samsung soweit ich weiß die Serie 8. Stört mich aber nicht – ich wüsste nicht, was ich von einem Fernseher noch mehr verlangen könnte.
Wer Interesse an mehr Testberichten hat, den verweise ich an dieser Stelle einfach mal an die Chip Redaktion, die die Variante in 37” ausführlich getestet hat. Auch sehr interessant ist Robin’s Blog, das sich zum Teil ebenfalls mit den Samsung-Fernsehern dieser Serie befasst und einige echt hilfreiche Infos parat hat.



2 Kommentare
JürgenHugo
17. Oktober 2010 um 23:37Kevin
6. November 2010 um 19:28