Da Logitech mir freundlicherweise ein Testgerät vom Klassenprimus – nämlich der Performance Mouse MX – zur Verfügung gestellt hat, möchte ich euch den ausführlichen Testbericht natürlich nicht vorenthalten. Bevor wir auf die Details eingehen – ich bin echt begeistert! Ich stehe ja schon immer auf große Mäuse, aber die Ergonomie hat mich diesmal wirklich überzeugt – trotz des doch recht hohen Anschaffungspreises von fast 100 .
Wirklich angefangen mit hochwertigen Mäusen habe ich mit der altehrwürdigen MX500 – die auch immernoch als Ausweichgerät im Schrank parat liegt und trotz diverser Stürze noch immer tadellos ihren Dienst tun würde. Da ich mit dem Schätzchen wirklich zufrieden war, bin ich Maus-Technisch eigentlich auch immer bei Logitech geblieben. VX Nano, M705, MX620 und einige andere Exemplare später halte ich nun also das aktuelle Flaggschiff der Logitech-Mäuse in Händen.
Erster Eindruck
Beim Unboxing fällt schon das umfangreiche Zubehör auf. Neben der Maus an sich befindet sich der Unifying-Emfänger, die CD, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Netzteil, ein Verlängerungskabel für den Empfänger, die Bedienungsanleitung und eine Kunstledertasche zum Verstauen des Zubehörs im Karton.
Die Maus an sich wirkt enorm wertig. Die Daumenablage in gelochter Lederoptik ist haptisch sehr sehr angenehm, überhaupt liegt das Gerät extrem geschmeidig in der Hand. Die metallisch-schimmernde Zierleiste rund um die Daumenablage herum sieht stylisch aus und ist noch dazu meist recht kühl.
Wer also wie ich eine Vorliebe für große Mäuse hat, wird sich sofort wohl fühlen mit diesem Nager.
Funktionen
Wie bei Mäusen üblich finden sich auf der Oberseite die zwei Haupt-Tasten und ein Mausrad. Wer Logitech-Geräte kennt, der weiß, dass das Mausrad schon etwas spezielles ist – Die Microgear-Bildlauftechnologie erlaubt es, mit der dahinterliegenden Taste zwischen dem “Full-Speedâ€-Modus, bei dem das Mausrad sich frei drehen kann, und der “gerasterten†Betriebsart umzuschalten.
Das allein ist meiner Meinung nach schon ein Fortschritt, denn die ersten Geräte mit Microgear erlaubten das Umschalten nur über einen Schieber auf der Unterseite der Maus – jetzt kann man ganz bequem im laufenenden Betrieb umschalten. So macht das Sinn. Das Mausrad ist zusätzlich noch eine dritte Maustaste und unterstützt auch das Seitwärtsscrollen.
Weitere Tasten gibt es natürlich ach – zwei Daumentasten für die Vor- und Zurück-Navigation, eine danebenliegende Zoom-Taste sowie den Programmumschalter auf der Unterseite der Daumenablage.
Weiterhin besonders ist die sogenannte Darkfield-Technologie, die das Benutzen der Lasermaus auf allen erdenklichen Oberflächen erlauben soll – sogar auf Glas. Meine Versuche zu dem Thema waren zwar recht kurz, aber erfolgreich. Sowohl das Glaskeramik-Kochfeld in der Küche (natürlich ausgeschaltet) als auch der Couchtisch im Gästezimmer stellten für die Performance Mouse MX kein Problem dar.
Verarbeitung
Eine Maus muss viel aushalten – deshalb ist es durchaus wichtig zu wissen, ob sie gut verarbeitet worden ist. Bei meinem Testgerät ist das der Fall. Ich konnte keine beanstandenswerten Unregelmäßigkeiten feststellen, das ganze wirkt wie eine runde Sache. Die verarbeiteten Materialen fühlen sich gut an, und man neigt nicht zum sofortigen Schwitzen, wenn man die Maus in der Hand hat. Besonders die Daumenablage hat es mir angetan.
Auch das beigelegte Zubehör scheint von guter Qualität zu sein. Für den stolzen Preis von 99,90 UVP kann man das allerdings auch erwarten.
Benutzung
Hat man die Maus erst Mal im Betrieb, gibt es kaum etwas zu meckern. Ein paar Mal habe ich statt der Vor-/Zurück-Tasten zwar den Zoom-Knopf erwischt, aber das ist eine Sache der Gewohnheit. Tatsächlich finde ich die Zoom-Taste für ziemlich überflüssig … mit der Tastenkombination STRG+Mausrad kann man eh in fast jeder Anwendung rein- oder rauszoomen.
Die Taste zum Fensterwechsel funktioniert erst, nachdem die beigelegte SetPoint-Software(siehe nächster Absatz) installiert worden ist. Dann macht die Funktion auch ziemlich viel Sinn. In einer Expose-Artigen Übersicht werden einem alle geöffneten Fenster gezeigt, so dass man schnell das gewünschte finden kann.
Auch mit der Akkulaufzeit bin ich sehr zufrieden. Ich habe die Maus nun seit 4 Tagen recht dauerhaft im Betrieb (Und vergesse dabei täglich, sie über den Schalter auf der Unterseite auszuschalten) und musste sie nicht ein einziges Mal aufladen. Zumal das Laden durch das mitgelieferte Micro-USB-Kabel auch im Betrieb durchführbar ist, dürfte sich in dem Zusammenhang eigentlich nie ein Problem ergeben. Der Ladezustand der Batterie wird im übrigen auch nach der Installation der SetPoint-Software in der Traybar angezeigt.
Die Software
Logitech empfiehlt, die mitgelieferte SetPoint-Software zu installieren, um Zugriff auf alle Funktionen der Maus zu bekommen. Da der Task-Switcher ohne die Software nicht funktioniert, sollte man auch tunlichst die CD rein- bzw. den Download anschieben.
Mithilfe der Software lässt sich der Ladezustand abfragen, die Tastenbelegung ist frei editierbar und für einzelne Anwendungen und Spiele individuell, man kann weitere Geräte am Unifying-Empfänger anmelden usw. Viele Funktionen sind zwar für den Otto-Normal-Nutzer nicht so wichtig – auf den Task-Switcher möchte ich aber nur ungern verzichten.
Fazit
Sicher – 100 für eine Maus sind verdammt viel Geld. Ich selbst bin mir nicht sicher, ob dieser Preis wirklich gerechtfertigt ist. Aber da man heutzutage nun mal kaum noch voluminöse Mäuse bekommt, ist die Auswahl doch recht eingeschränkt – und ich habe mich mit der Performance Mouse MX sofort wohl gefühlt. Und da meine Maus tatsächlich recht viel zu tun hat, bin ich auch bereit, etwas mehr dafür auszugeben, wenn ich dadurch komfortabler arbeiten kann – und das gelingt der Logitech-Maus auf Grund ihres Designs wirklich verdammt gut.
Da ich aber auch viele Leute kenne, denen das zu viel der Ergonomie sein dürfte, solltet ihr dieses Testbericht nicht unbedingt als Kaufempfehlung sehen, sondern vorher im Elektrodiscounter eurer Wahl “Probehaltenâ€.
Wie steht’s mit euch? Immer noch die Kugelmaus mit Kabel auf dem Schreibtisch? Oder verzichtet ihr ganz auf Mäuse und nutzt nur noch euer Trackpad?



5 Kommentare
Nils
31. August 2010 um 14:06Daniel
31. August 2010 um 14:41JürgenHugo
2. September 2010 um 10:35Daniel
2. September 2010 um 10:44JürgenHugo
2. September 2010 um 11:21