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Test: Logitech Performance Mouse MX

Tests 31 Aug 2010


Da Logitech mir freundlicherweise ein Testgerät vom Klassenprimus – nämlich der Performance Mouse MX – zur Verfügung gestellt hat, möchte ich euch den ausführlichen Testbericht natürlich nicht vorenthalten. Bevor wir auf die Details eingehen – ich bin echt begeistert! Ich stehe ja schon immer auf große Mäuse, aber die Ergonomie hat mich diesmal wirklich überzeugt – trotz des doch recht hohen Anschaffungspreises von fast 100 .

Wirklich angefangen mit hochwertigen Mäusen habe ich mit der altehrwürdigen MX500 – die auch immernoch als Ausweichgerät im Schrank parat liegt und trotz diverser Stürze noch immer tadellos ihren Dienst tun würde. Da ich mit dem Schätzchen wirklich zufrieden war, bin ich Maus-Technisch eigentlich auch immer bei Logitech geblieben. VX Nano, M705, MX620 und einige andere Exemplare später halte ich nun also das aktuelle Flaggschiff der Logitech-Mäuse in Händen.

Erster Eindruck

Beim Unboxing fällt schon das umfangreiche Zubehör auf. Neben der Maus an sich befindet sich der Unifying-Emfänger, die CD, ein Micro-USB-Ladekabel, ein Netzteil, ein Verlängerungskabel für den Empfänger, die Bedienungsanleitung und eine Kunstledertasche zum Verstauen des Zubehörs im Karton.

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Die Maus an sich wirkt enorm wertig. Die Daumenablage in gelochter Lederoptik ist haptisch sehr sehr angenehm, überhaupt liegt das Gerät extrem geschmeidig in der Hand. Die metallisch-schimmernde Zierleiste rund um die Daumenablage herum sieht stylisch aus und ist noch dazu meist recht kühl.

Wer also wie ich eine Vorliebe für große Mäuse hat, wird sich sofort wohl fühlen mit diesem Nager.

Funktionen

Wie bei Mäusen üblich finden sich auf der Oberseite die zwei Haupt-Tasten und ein Mausrad. Wer Logitech-Geräte kennt, der weiß, dass das Mausrad schon etwas spezielles ist – Die Microgear-Bildlauftechnologie erlaubt es, mit der dahinterliegenden Taste zwischen dem “Full-Speed”-Modus, bei dem das Mausrad sich frei drehen kann, und der “gerasterten” Betriebsart umzuschalten.

Das allein ist meiner Meinung nach schon ein Fortschritt, denn die ersten Geräte mit Microgear erlaubten das Umschalten nur über einen Schieber auf der Unterseite der Maus – jetzt kann man ganz bequem im laufenenden Betrieb umschalten. So macht das Sinn. Das Mausrad ist zusätzlich noch eine dritte Maustaste und unterstützt auch das Seitwärtsscrollen.

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Weitere Tasten gibt es natürlich ach – zwei Daumentasten für die Vor- und Zurück-Navigation, eine danebenliegende Zoom-Taste sowie den Programmumschalter auf der Unterseite der Daumenablage.

Weiterhin besonders ist die sogenannte Darkfield-Technologie, die das Benutzen der Lasermaus auf allen erdenklichen Oberflächen erlauben soll – sogar auf Glas. Meine Versuche zu dem Thema waren zwar recht kurz, aber erfolgreich. Sowohl das Glaskeramik-Kochfeld in der Küche (natürlich ausgeschaltet) als auch der Couchtisch im Gästezimmer stellten für die Performance Mouse MX kein Problem dar.

Verarbeitung

Eine Maus muss viel aushalten – deshalb ist es durchaus wichtig zu wissen, ob sie gut verarbeitet worden ist. Bei meinem Testgerät ist das der Fall. Ich konnte keine beanstandenswerten Unregelmäßigkeiten feststellen, das ganze wirkt wie eine runde Sache. Die verarbeiteten Materialen fühlen sich gut an, und man neigt nicht zum sofortigen Schwitzen, wenn man die Maus in der Hand hat. Besonders die Daumenablage hat es mir angetan.

Auch das beigelegte Zubehör scheint von guter Qualität zu sein. Für den stolzen Preis von 99,90 UVP kann man das allerdings auch erwarten.

Benutzung

Hat man die Maus erst Mal im Betrieb, gibt es kaum etwas zu meckern. Ein paar Mal habe ich statt der Vor-/Zurück-Tasten zwar den Zoom-Knopf erwischt, aber das ist eine Sache der Gewohnheit. Tatsächlich finde ich die Zoom-Taste für ziemlich überflüssig … mit der Tastenkombination STRG+Mausrad kann man eh in fast jeder Anwendung rein- oder rauszoomen.

Die Taste zum Fensterwechsel funktioniert erst, nachdem die beigelegte SetPoint-Software(siehe nächster Absatz) installiert worden ist. Dann macht die Funktion auch ziemlich viel Sinn. In einer Expose-Artigen Übersicht werden einem alle geöffneten Fenster gezeigt, so dass man schnell das gewünschte finden kann.

TaskSwitcher

Auch mit der Akkulaufzeit bin ich sehr zufrieden. Ich habe die Maus nun seit 4 Tagen recht dauerhaft im Betrieb (Und vergesse dabei täglich, sie über den Schalter auf der Unterseite auszuschalten) und musste sie nicht ein einziges Mal aufladen. Zumal das Laden durch das mitgelieferte Micro-USB-Kabel auch im Betrieb durchführbar ist, dürfte sich in dem Zusammenhang eigentlich  nie ein Problem ergeben. Der Ladezustand der Batterie wird im übrigen auch nach der Installation der SetPoint-Software in der Traybar angezeigt.

Die Software

Logitech empfiehlt, die mitgelieferte SetPoint-Software zu installieren, um Zugriff auf alle Funktionen der Maus zu bekommen. Da der Task-Switcher ohne die Software nicht funktioniert, sollte man auch tunlichst die CD rein- bzw. den Download anschieben.

SetPoint Einstellungen

Mithilfe der Software lässt sich der Ladezustand abfragen, die Tastenbelegung ist frei editierbar und für einzelne Anwendungen und Spiele individuell, man kann weitere Geräte am Unifying-Empfänger anmelden usw. Viele Funktionen sind zwar für den Otto-Normal-Nutzer nicht so wichtig – auf den Task-Switcher möchte ich aber nur ungern verzichten.

Fazit

Sicher – 100 für eine Maus sind verdammt viel Geld. Ich selbst bin mir nicht sicher, ob dieser Preis wirklich gerechtfertigt ist. Aber da man heutzutage nun mal kaum noch voluminöse Mäuse bekommt, ist die Auswahl doch recht eingeschränkt – und ich habe mich mit der Performance Mouse MX sofort wohl gefühlt. Und da meine Maus tatsächlich recht viel zu tun hat, bin ich auch bereit, etwas mehr dafür auszugeben, wenn ich dadurch komfortabler arbeiten kann – und das gelingt der Logitech-Maus auf Grund ihres Designs wirklich verdammt gut.

Da ich aber auch viele Leute kenne, denen das zu viel der Ergonomie sein dürfte, solltet ihr dieses Testbericht nicht unbedingt als Kaufempfehlung sehen, sondern vorher im Elektrodiscounter eurer Wahl “Probehalten”.

Wie steht’s mit euch? Immer noch die Kugelmaus mit Kabel auf dem Schreibtisch? Oder verzichtet ihr ganz auf Mäuse und nutzt nur noch euer Trackpad?

Über den Autor

Daniel

Mein Name ist Daniel Schmidt, ich bin ein 27-jähriger Webworker und Apple-Fanboy aus Hannover.

5 Kommentare

  1. Nils
    31. August 2010 um 14:06

    Ich hab schon jahrelang die MX518 im Einsatz und würde sie mir glaube ich immer wieder kaufen. Das Design könnte hässlicher zwar nicht sein, aber Preis/Leistung + Qualität sind einfach super :)
    Mit Funk Mäusen konnte ich mich auch nie so recht anfreunden, allerdings hätte ein Kabelfreier Schreibtisch auch mal was für sich. Am MacBook nutze ich permanent das Trackpad ;)


  2. Daniel
    31. August 2010 um 14:41

    Hatte ja wie gesagt die MX500 auch lange Zeit .. manchmal vermiss ich sie ;-) Aber Notebook und Kabel passt einfach nicht so recht zusammen :-)


  3. JürgenHugo
    2. September 2010 um 10:35

    Ich hab mit Logitech nur Pech gehabt – 5 von 6 Produkten haben nicht durchgehalten – Geld/Ersatz gabs zwar, aber…

    Jetzt zu der Maus: Aktueller Straßenpreis ist ca. 79,-. Interessieren würd mich aber die neue G700 von Logitech, wenn nicht – siehe oben. Die ist Liste 100,-, Straße 90,- (ist ja noch relativ neu, iwa geht das auf 70/80,- runter). Solche Tests sind aber immer interessant – ich les die gerne.

    Ich würde mir eigentlich die Razer Imperator kaufen (Straße 57,-) – aber die scheint so ein steifes Kabel zu haben. Warten tu ich (begierig) auf die R.A.T. 9 – ein kabelloses Monster, das so um 103,- bei Amazon kosten dürfte, aber erst ab November.

    Ich selber benutze jetzt als (Haupt)Eingabegeräte Mäuse von MS (Sidewinder + Sidewinder X8) – und Keyboards von Apple. Das kleine Bluetooth nur für den iMac – das große mit Kabel und Numpad für PC/7iMac über KVM-Switch.

    Mit dem großen komme ich sehr gut zurecht – läuft völlig problemlos ohne jegliche Treiber unter Win 7. Beim kleinen geht mir der Numpad (und einige Tasten) doch ab, das benutze ich aber auch weniger.

    Zu mir selber: ich bin ein 59-jähriger Nichtinformatiker – und im Januar 2007 habe ich noch nicht gewußt, wie man Bookmarks im FF setzt. Man ist aber auch in “hohem” Alter noch lernfähig – inzwischen weiß ich das nämlich… :-P

    Deine Blog werd ich mal abonnieren – “schuld” daran ist ja der Nils – der kennt auch meine Vorliebe für kleine, feine Blogs von Leuten, die Ahnung haben (ob nun von Informatik oder von sonstwas – Geschwafel kann man auch in der B-Zeitung lesen, auf solche Blogs brauch ich nicht…)

    PS: Ich schreib öfters mal OT – und ich nehme kein Blatt vor den Mund. Auch Ironie und Sarkasmus sind mir nicht fremd. Wenn du damit leben kannst – gut, wenn nicht: meine E-Mail steht oben, “aufdrängen” zu ich mich nicht.


  4. Daniel
    2. September 2010 um 10:44

    Das mit deinem Pech bei Logitech-Produkten hab ich bei Nils in seinem Tastatur-Test schon gelesen .. aber da muss ich ganz klar sagen: Ich hatte so gut wie nie Probleme :-) Allerdings hab ich derzeit nur ein einziges altes Samsung-Notebook am laufen, so dass sich bei mir nicht dermaßen viel Peripherie ansammelt ;-) Aber hätte ich Apple-Hardware (mal abgesehen vom iPhone), würde ich wohl auch auf das Zubehör von denen setzen. Damit ich mir das leisten kann, müsst ihr aber noch extrem fleißig auf die Werbung hier klicken :-P

    Ich werde im Übrigen mal versuchen, eine G700 als Testgerät zu bekommen.

    Und über Stammleser freue ich mich natürlich immer – selbst wenn sie “Nichtinformatiker” sind. Ironie und Sarkasmus sind übrigens ein wichtiges Gut .. viel zu oft nicht oder falsch verstanden ;-)


  5. JürgenHugo
    2. September 2010 um 11:21

    Nun ja – der iMac ist mir quasi günstig(er) zugelaufen, vom Caschy. So gut wie Neuzustand, zum Oripreis hätt ich mir das auch 3x überlegt…

    Das Bluetooth-Keyboard war dabei – und das große mit Kabel ist ziemlich das einzigste Apple-Produkt, das bei nüchterner Betrachtung noch preiswürdig ist. Das kostet 49,- – vom Design, Material und Verarbeitung kenn ich da keine günstigere Alternative. Ich benutze das nicht umsonst am PC – das ist wirklich gut.

    Sonstiges Zubehör (Dritthersteller) würd ich nie bei Apple (Remus) kaufen – da sind Apothekenpreise noch günstiger. Die hatten da eine 2,5″ externe HDD von iomega mit 250 GB – zum Aktionspreis von 94,-, ich habe die gleiche zu Hause. Ich hab im Februar 84,- bezahlt, aber für 500GB.

    Das habe ich der jungen Dame natürlich “brühwarm” erzählt – damit sie sich auch über meinen günstigen Einkauf freuen kann, grins!

    Die netten Menschen da waren ja schon überrascht, das ein älterer Herr hereinspaziert, nach Blickkontakt mit einer Verkäuferin auf die nämliche Tastatur mit dem Finger zeigt und verkündet: “Ich möchte dieses Keyboard kaufen, um es an meinen PC mit Win 7 anzuschließen.” Da blieb der Mund erstmal fast offen.

    Um das Wissen der jungen Dame zu testen, hab ich mal gefragt, wie man die grottenlahme Systemeinstellung der Maus unter Snow Leopard richtig schnell bekommt. Guuut, das ich das schon weiß – DA hätt ich es nicht erfahren…

    Zum Schluß noch ein Bonmot – hab ich gerade kreiert: Gott ist gerecht – aber der Gott bei Apple heißt Steve(n Paul Jobs)…


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