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Sublime Text – Alternative zu Notepad++


Gerade die gebeutelten Windows-User sind von Microsoft nicht unbedingt reich beschenkt worden, wenn es um Texteditoren geht. “Notepad” ist realistisch betrachtet keiner heutigen Aufgabe mehr gewachsen, also müssen alternativen her. Lange Zeit war ich ein glühender Verfechter von Notepad++, aber seitdem ich via Webdomination über Sublime Text gestolpert bin, mache ich mir über diese Entscheidung seit langer Zeit zum ersten Mal wieder ernsthaft Gedanken.

Sublime Text bringt eine ganze Menge Features mit, sieht dabei aber trotzdem nicht überladen aus. In dieser Beziehung hat das Tool auch gegen Notepad++ die Nase vorn. Tatsächlich fragt man sich beim ersten Start, ob Sublime überhaupt irgendwas kann, denn es existiert nicht mal eine Symbolleiste. Allerdings stellt sich dann auch bald die Frage – wofür bräuchte man eine solche auch? Die meisten “Operationen” während des Editierens einer Textdatei erledigt man doch eh mit Shortcuts. Wie auch immer, das aufgeräumte Interface ist jedenfalls nett. Auch die verschiedenen Farbschemata, die einem das Lesen am Bildschirm erleichtern sollen, sind durchaus zu gebrauchen. Syntax-Highlighting ist für so ziemlich alle wichtigen (und unwichtigen) Sprachen dabei, von dieser Warte gibt es also auch nichts zu beklagen.

Es lassen sich zwei Dateien zeilengenau miteinander vergleichen. Auch die Übrigen Funktionen können überzeugen – selbst Regular Expressions werden unterstützt. Das “Killer-Feature” von Sublime ist allerdings die Minimap. Am linken Bildschirmrand wird eine stark verkleinerte Ansicht der gerade geöffneten Datei angezeigt, über die sich sehr schnell durch den kompletten Text navigieren lässt. Das ist erstaunlich effektiv, gerade wenn man sich länger mit einer Datei beschäftigt. Zwar bieten andere Tools auch Navigationshilfen (z.B. Funktionshierarchie), allerdings sind diese auf Quelltextdateien beschränkt. Die Minimap funktioniert dagegen auch in Reintextdateien problemlos. Definitiv ein Feature, was ich mir für Notepad++ wünschen würde.

Leider ist das Tool derzeit nur auf Englisch zu haben – aber das ist für mich nicht wirklich ein Problem. Tatsächlich tendiere ich (noch) eher zu Notepad++, aber aktuell schmeiße ich immer mal wieder den Sublime an um auch wirklich keinen Fehler zu machen.

Allerdings gibt es hier – wie bei so vielen anderen Dingen auch – aber noch immer den Punkt der Bekanntheit. Notepad++ ist (mehr oder weniger) der Platzhirsch und man findet es auf vielen Systemen, an denen man evtl. arbeitet. Dementsprechend ist es also wichtig, sich mit dem Programm und seinen vielen Funktionen möglichst gut auszukennen. Learning-by-Doing funktioniert bei Software leider besonders gut, so dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mich tatsächlich abkehren kann. Letztlich ist das aber eine Entscheidung, die jeder für sich allein treffen muss.

Unter dem Strich ist Sublime Text also durchweg zu empfehlen - der Nutzer wird kaum jemals eine Funktion vermissen und dürfte sowohl durch das Interface als auch durch die vielen kleinen Helferlein positiv überrascht und zufriedengestellt werden. Auch den hartgesottenen Notepad++’lern lege ich nahe, sich das Programm einfach einmal anzuschauen.

Über den Autor

Daniel

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