Review: LED Lenser M7 – Intelligentes Licht
Im Rahmen eines Produkttests hatte ich letzte Woche das Glück, an zwei LED-Taschenlampen-Testmuster der Zweibrüder GmbH zu kommen. Dabei handelt es sich um die High-End Taschenlampe LED LENSER M7 und deren kleinen Bruder, die LED LENSER P2. Bei beiden Geräten handelt es sich um LED-Leuchten, die diverse Vorteile mit sich bringen.
Dieser Testbericht beschäftigt sich jedenfalls vorwiegend mit der M7, da dies die deutlich teurere Handlampe ist – und ich ehrlich gesagt auch noch keinerlei Erfahrung mit programmierbaren Taschenlampen habe. Zunächst aber ein paar technische Details:
Microcontroller gesteuert
8 Lichtfunktionen
Speed Focus mit Verriegelungsfunktion
Spritzwassergeschützt
High End Power LED
220 Lumen Lichtstrom
255m maximale Leuchtweite
Länge: 137 mm
Gewicht: 193 g
Wer Taschenlampen aus dem 10-20€-Segment gewohnt ist, für den steht beim Auspacken in jedem Fall eine Überraschung parat. Eingefasst in matt-schwarze Pappkartons mit silbernem Aufdruck erreichten mich die Testgeräte. Neben der Lampe an sich und den Batterien (4x AAA) befindet sich noch eine Handschlaufe sowie ein um 360° drehbarer Gürtelclip im Lieferumfang. Die Bedienungsanleitung für die Lampe fällt dagegen etwas spartanisch aus: Ein englischsprachiger Zettel erklärt auf Zigarettenschachtelgröße die unterschiedlichen Programme und Modi der multifunktionalen Taschenlampe.
Die M7 kann nämlich deutlich mehr als nur stupide leuchten. So gibt es drei verschiedene Betriebsarten: Professional, Easy und Tactical Defense. Durch vierfaches Antippen des (im übrigen einzigen) Schalters sowie darauf folgendes einmaliges Schalten wechselt man in den jeweils nächsten Modus. Dabei verfügt der Professional-Modus über die meisten Funktionen: 100%, 15%, Signalblinken, S.O.S.-Blinken und Stroboskoplicht. Tactical Defense kennt dagegen nur zwei Leuchtarten: 100% und das sogenannte Defense-Strobe, also speziell abgestimmtes Stroboskoplicht, das Angreifer im Dunkeln irritieren soll – und das scheint wirklich zu funktionieren, denn wenn man voll in die Linse der Lampe schaut ist das schon pervers hell. Übrigens gibt es für die Taktiker und Sondereinsatzkräfte unter euch auch nocht die MT7, die dann über eine Glasbruch-Endkappe und viele andere Spielereien verfügt.
Der Easy-Modus schließlich kann stufenlos gedimmt werden.
Zwischen den einzelnen Funktionen schaltet man durch einfaches Antippen des Schalters hin und her. Möglich wird das Ganze durch die Smart Light Technology (SLT), also ein microcontroller-gesteuertes elektronisches Lichtssteuerungssystem. Weiterhin verfügt die M7 über zwei Energiesparmodi. Man kann also wählen zwischen konstant abnehmender Lichtstärke und langer Batterielebensdauer sowie gleichbeibender Leuchtkraft und kürzerer Entladezeit.
Durch das Advanced Focus System lässt sich der Fokus der Lampe einhändig und stufenlos fast wie selbstverständlich verstellen.
Ausführlich testen konnte ich die M7 im Rahmen der täglichen letzten Runden mit unseren Hunden – immer mal wieder muss man ja auch im Dunkeln mal schauen, wo die Hinterlassenschaften der beiden liegen, damit diese pflichtbewusst entsorgt werden können. Jedenfalls habe ich die Lampe nun schon fast zwei Wochen und konnte subjektiv noch keine Abnahme der Leuchtkraft feststellen – und die ist wirklich beeindruckend. Dagegen erscheint meine alte LED-Lampe fast wie ein Windlicht. Im Wald offenbart die Outdoor-Taschenlampe dann so richtig ihre Stärken – wenn man nicht nur einen kleinen Bereich des Sichtfelds erleuchten möchte, sondern beispielsweise den kompletten Weg vor einem, dann merkt man erst wie hell die M7 eigentlich leuchtet. Wer sich regelmäßig im Dunkeln draußen aufhält, für den ist diese Lampe allein auf Grund ihrer Leuchtkraft definitiv gut geeignet.
Was dagegen die vielen Programme der Smart Light Technology angeht – es bleibt tatsächlich abzuwarten, ob man als Otto-Normalbürger irgendwann mal ein SOS-Licht oder Stroboskop gebrauchen kann. Aber wenn man wirklich in die Situation kommt, dann ist man vermutlich froh, dass die M7 damit umgehen kann.
Doch zurück zu den Fakten – Preislich liegt die LED LENSER M7 mit 99,90 € nicht gerade im unteren Drittel – aber man bekommt natürlich auch eine ganze Menge geboten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Geocacher unter euch eine gute Taschenlampe durchaus mal benötigen könnten – vor allem, wenn der Sommer vorbei ist und es wieder viel zu früh dunkel wird. Unter dem Strich kann man also sagen, dass es sich bei der M7 um ein hervorragend verarbeitetes Produkt handelt, dass technologisch in diesem Segment wohl ganz weit vorne anzusiedeln ist. Sicher sind knapp 100 € für eine LED-Taschenlampe viel Geld, aber von nix kommt ja bekanntlich nix.
Mehr Bilder – auch vom Außeneinsatz der Lampe – findet ihr in der Led Lenser Gallery, weitere Informationen entweder im zugehörigen Forum, auf der Facebook-Seite oder bei Twitter.




