Wieso ich am Ende immer bei Miranda IM lande

Wieso ich am Ende immer bei Miranda IM lande

Zugegeben – es gibt viel zu viele Instant Messaging Clients, um wirklich alle testen zu können. An dieser Stelle möchte ich jetzt einfach mal meine ganz persönlichen Erfahrungen zu dem Thema zum besten geben. Vorweg: Es gibt viele herausragende Programme, mit denen man mit seinen ICQ-Kontakten kommunizieren kann. Was ich mir hier herausnehme ist also nicht, DAS beste Tool dafür zu benennen, sondern meinen ganz persönlichen Favoriten.

Und ich habe wirklich schon viel ausprobiert – meine 8-stellige ICQ-Nummer zeugt davon, dass ich schon einige Zeit dabei bin. Angefangen also mit dem nativen ICQ-Client vor ewigen Zeiten hat mich das Thema des passenden Clients dafür nicht losgelassen. Kurze Ausflüge beispielsweise zu Nimbuzz oder QIP waren wenig befriedigend – Bei Trillian dagegen bin ich recht lange verweilt. Warum? Nun, das Interface hat mir einfach zugesagt und das meiste hat problemlos funktioniert. Auch Digsby, das im Moment ja ziemlich gehyped wird (u.A. Caschy ist ein Fan), ist ein wirklich gutes Produkt – eben abgesehen vom Interface. Trotz der rudimentären Möglichkeit, das Kontaktlisten- bzw. Nachrichtenfenster zu skinnen, konnte ich mich auf Dauer damit einfach nicht anfreunden. Zwar sind die Funktionen (Stichwort: Soziale Netzwerke) ziemlich gut gelöst – dennoch ist das irgendwie nie das Richtige gewesen.

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Letztendlich bin ich dann doch immer wieder bei Miranda IM gelandet. Ich denke, ungefähr seit 2005 kreuzen sich unsere Wege regelmäßig, und auch jetzt ist es wieder soweit. Nachdem ich Digsby wie gesagt abgeschworen habe, läuft seit gestern wieder eine Installation von Miranda auf meinem Rechner. Aber warum?

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Nun, Miranda bietet einem einfach die meisten Möglichkeiten. Durch die Unmenge an Plugins und Skins lassen sich Funktionalitäten hochgradig modular nachrüsten, so dass man – wenn man möchte – aus Miranda eine sprichwörtlich eierlegende Wollmilchsau machen kann. Vorausgesetzt, man bringt genügend Zeit und Durchhaltevermögen mit, um die Konfiguration an seine eigenen Wünsche anzupassen. Ganz ähnlich der Tatsache, dass der Firefox erst auf Grund seiner Addons wirklich groß geworden ist, kann man eine ähnliche Schlussfolgerung wohl über Miranda treffen. Auch wenn der Messenger nicht ganz so erfolgreich ist wie der Browser (was vornehmlich an der komplizierten Installation vieler Plugins und Skins sowie an der unübersichtlichen Addon-Seite liegen dürfte), hat er in mir einfach einen Fan gefunden.

Mein persönliches Miranda zeichnet sich durch ein kompaktes Interface aus, verbindet sich mit meinem ICQ, meinem Facebook-Account sowie Windows Live und Google Talk – was will man mehr? Twitter könnte ich ebenfalls integrieren, aber dafür habe ich ja Seesmic. Wetterberichte? Dafür habe ich eine Windows Sidebar. RSS-Feeds? Könnte man machen, aber dafür habe ich Google Reader. IRC? Nutze ich schon viel zu lange nicht mehr, geht aber mit Miranda auch. Wahrscheinlich existiert sogar ein Plugin, um – passende Hardware vorausgesetzt – das Licht damit auszuschalten.

Kontaktliste Nachrichtenfenster

Ganz ernsthaft – das hier soll keine Lobhudelei werden. Ich möchte einfach nur mal eine mediale Lanze brechen für einen Messenger, der gerade für PowerUser eigentlich genau richtig ist – sich aber meiner Ansicht nach einfach nicht richtig vermarktet, so dass der Bekanntheitsgrad seiner Fähigkeiten nicht angemessen ist.

Solltet ihr Fragen zu Miranda haben – immer her damit. Ein recht gutes Blog dazu findet man übrigens hier, eine deutschsprachige Community (mit einem verdammt guten Wiki) erreicht man hier.

Oder steht ihr auf einen anderen Client? Erzählt mir doch, warum ihr welchen Messenger nutzt – und warum gerade nicht Miranda.


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