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Meine Erfahrung mit real drive

Allgemein 14 Nov 2010

Shoppen wird ja immer einfacher. Elektroartikel bestelle ich persönlich fast ausschließlich im Internet. Lebensmittel kann man jetzt auch bestellen – abholen fährt man selber. Nennt sich real drive und ist ganz neu bei uns hier in Hannover. Wie das ganze abläuft und ob es sich lohnt, lest ihr nach dem Break.

In den Untiefen der gesammelten Werke der Wochenendprospekte verbirgt sich meist auch ein Real-Prospekt und diesmal war der sogar relativ spannend. Da bewirbt man den neuen Service “real drive“, bei dem man sich seinen Einkauf daheim am PC im Onlineshop zusammenstellt und dann nur noch im Markt abholen muss. Klingt fair. Probierte ich aus.

Was soll ich sagen? Ich finds genial. Der Onlineshop hat dieselben Preise und Marken wie die Filiale an sich (bisher allerdings auf 5000 Artikel limitiert), und es ist eigentlich alles dabei, was man bei einem regulären Einkauf so gebrauchen könnte. Um Bestellungen abschicken zu können, registriert man sich im Online-Shop mit seiner Postanschrift und E-Mail-Adresse (Handy ist optional, man bekommt eine SMS wenn die Ware fertig ist) und kann dann sofort mit dem shoppen anfangen.

Wie in jedem anderen Online-Shop auch packt man alle Produkte in den Warenkorb und schickt dann die Bestellung ab. Man erhält eine Bestellnummer und nach mindestens 2 Stunden Vorlaufzeit (man kann den Abholtermin auch auf eine beliebige Uhrzeit an den Folgetagen legen) bekommt man eine Bestätigung darüber, dass die Ware vorbereitet ist. Also ab ins Auto und eben schnell zum Real fahren. Auf dem extra angelegten Areal steht dann ein kleiner Automat, den man vom Autofenster aus mit der Bestellnummer füttert und der einem daraufhin eine Parkplatz-Nummer zuweißt. Dort stellt man dann sein Auto ab und nach 2-3 Minuten kommt der nette Herr von Real mit dem fertigen Einkaufswagen. Alles wird gekühlt, die Tiefkühlprodukte sogar in speziellen Kühlbehältern transportiert. Man muss nicht mal selbst einladen, dabei hilft der Mitarbeiter einem nämlich auch noch.

Ist ein Produkt nicht mehr vorrätig, wird es einfach weggelassen und man erhält direkt einen Hinweis. Auch mit Eiern oder Obst klappt das nach meiner bisherigen Erfahrung gut, ich konnte keine Druckstellen oder dergleichen finden. Könnte ja sein, dass man so versucht, die schlechteren Produkte abzuverkaufen – dem ist aber nicht so. Jedenfalls stehen zwischen den Parkplätzen mehrere Kassen an denen man den Warenwert zuzüglich 1 Euro (EINEN! Nicht fünf oder zehn, nein EINEN!) Servicepauschale bar oder per Karte zahlt, dann kann man schon wieder abdüsen. Alles in allem keine zehn Minuten Aufwand, ohne Schlange zu stehen oder sich durch die Supermarkt-Gänge zu quälen.

Man versucht natürlich, die real-Quality Produkte ein bisschen zu pushen, denn ein großer Teil des verfügbaren Sortiments ist verständlicherweise von real’s Eigenmarke. Aber auch Duschgels, Yoghurts und vieles mehr bekommt man von den unterschiedlichsten Herstellern zu den gleichen Preisen wie im klassischen real.

Also ich finde, das ist wirklich eine verdammt gute Sache. Gerade auch, weil man sich offensichtlich mal wirklich Gedanken gemacht hat und mit einem schlüssigen Konzept um die Gunst der Kunden buhlt. Ich für meinen Teil werde den Service auf jeden Fall häufiger nutzen, denn ich spare damit vor allem eines: Zeit! Und Geld auch, denn man lässt sich nicht mehr so leicht verleiten.

Über den Autor

Daniel

Mein Name ist Daniel Schmidt, ich bin ein 27-jähriger Webworker und Apple-Fanboy aus Hannover.

18 Kommentare

  1. JürgenHugo
    15. November 2010 um 01:42

    Was? Wie? Na, DAS brauch ich nich. Norma = 200 Meter, Bahnhof = 300 Meter. Wenn ich geschickt gehe komm ich am Zeitungsgeschäft, Bahnhof, Post UND Norma vorbei. Alles zusammen lange kein Kilometer.

    Da nehm ich 3 “Beutels” mit – da krieg ich locker alles rein. Manchmal klemm ich mir noch was untern Arm. Und dann geh ich von der Norma die 200 Meter gemütlich nach Hause.

    Und verleiten lass ich mich auch nich groß: ich schreib mir immer ´n Zettel vorher – da halt ich mich ziemlich stur dran. Höchstens, wenns bei der Norma mal “Non-Food” Artikel gibt, dann nehm ich da was mit. So Kleinigkeiten halt, die man iwann brauchen kann.

    Bei der Norma haben die seit kurzem auch Brot und Brötchen, backen die da auf. So´n großes Brot kostet 1,20 – über die Qualität kann man nich meckern. Auch so Spezialbrötchen haben die da, 0,29 das Stück. Die sind aber ordentlich groß und schmecken prima – ist so´n spezieller Teig.

    Aufschneiden, Kräuterkäse drauf und gleich eins mampfen. Die anderen 4/5 tu ich in den Kühlschrank. Die bleiben ein paar Stunden recht frisch. Hol ich mir immer mal eins raus, bis sie alle aufgegessen sind. Und natürlich Käffchen.

    Kaffee ist auch das einzigste, wo ich ab und an mal zum Lidl gehe – das ist ein Stückchen weiter. Die haben den Dallmayer prodomo. Den von der Norma mag ich nicht so. Edeka etc. ist aber auch alles in Fußreichweite.


  2. Andi
    15. November 2010 um 15:23

    Danke für den detaillierten Bericht. Jetzt wäre es noch schön, REAL gäbe es auch hier in Saudi ;)


  3. Ulrich Voß
    16. November 2010 um 09:44

    Ist man wirklich schneller, wenn man online bestellt als wenn man durch den Laden läuft? Es hängt sicherlich davon ab, was man kauft. Wenn man seine Standardsachen in seinem Standardsupermarkt kauft, ist (glaube ich) das Laufen durch den Supermarkt nicht zu schlagen. Zeit geht drauf in unbekannten Supermärkten oder wenn man stöbert. Aber das wäre online nicht anders …

    Spannend würde die Realidee für mich, wenn der Kühlschrank meinen Verbrauch loggt und alles was fehlt direkt in den Warenkorb legt. Habe ich nur noch 1 Liter Milch, meldet sich der Warenkorb, Butter, Eier, Yoghurt, etc. liegen schon drin, dann klicke ich noch etwas Obst dazu und 2 Stunden später kann ich das abholen (oder auf dem Rückweg von der Arbeit). Oder wenn ich aus Schubecks iPad Kochbuch direkt die Zutaten bestellen könnte. Kurz: Wenn Real eine Bestell-API daranbaut, könnte das spannend werden. Aber mit Schnittstellen ist man in Deutschland immer knauserig …


  4. Daniela Zimmer
    16. November 2010 um 10:29

    Cool wäre noch, wenn man das Ganze auch online bezahlen dürfte und wirklich nur noch die Tüten in den Laden hievt. Für Eltern mit Kindern definitiv ein Traumservice…


  5. Tony
    16. November 2010 um 10:45

    Ich lache mich Immernoch über den JürgenHugo kaputt. Geiler Kommentar.
    Den Bericht find ich gut. Ich Kauf auch immer jeden Schrott ein wenn ich einkaufen gehe… Bin da nicht so Stur wir der JürgenHugo… Auch mampfe ich meine Brötchen nicht direkt…
    Hahahaha… Echt geil..
    Danke man. Hast mich zum lachen gebracht.


  6. JürgenHugo
    16. November 2010 um 12:04

    @Tony: So schreib ich nun mal – aber die Fakten sprechen ja für sich. letztlich geht es hier doch um Effektivität.

    Ich möchte die Sachen, die ich regelmäßig/ab und an brauche so kommod wie möglich nach Hause schaffen. Ich bin ja Single (und ich koch nich, Mikrowelle) – da ist das überschaubar. Und da ist der Fußmarsch nun mal am günstigsten.

    Ich halte natürlich eine bestimmte Reihenfolge ein: bei der Norma ist´s am meisten, deswegen gehe ich da zuletzt hin.

    Was mich an dem Online-Servic reizen würde: wenn man bestimmte Artikel reservieren könnte. Manches ist nämlich nicht immer vorrätig. Die haben bei Norma so leckeren Milchreis mit Kirschen – 2,5 Minuten Mikrowelle und “feddich”. Den ess ich supergerne – ham se aber nich immer. Böse Menschen kaufen mir den vor der Nase weg, grins!

    Ich hab im Geschäft schon gemeckert: “WO ist der Milchreis, WARUM is kein Milchreis da?” Die Waren werden aber wohl zentral disponiert, und die im Geschäft haben nur begrenzten Einfluß drauf. Das wär was, wenn ich mir den Milchreis mit Kirschen reservieren könnte!


  7. Tony
    16. November 2010 um 12:58

    Mit dem “grins” haste alles versaut. Vorher fand ich dich sehr lustig.
    Naja… Milchreis reservieren. Is klar. Man kann auch 2 Tage später nochmal hin, erstrecht wenn man so gern nen Fussmarsch unternimmt.
    Viel Glück beim nächsten mal.


  8. JürgenHugo
    16. November 2010 um 13:10

    @Tony: ich schreib primär nicht dafür, das mich andere lustig oder sonstwas finden. Sondern so, wie mir das in den Sinn kommt. Ich kann auch durchaus ernsthaft/druckreif – wenn ich das denn möchte.

    Allen Menschen recht machen: das kann niemand. Deswegen versuch ich das auch garnicht.

    PS: Grins!


  9. Sascha Goetz
    17. November 2010 um 18:33

    Mein persönlicher Erfahrungsbericht:

    Ich habe am 13. November 2010 zum ersten Mal den real,- DRIVE ausprobiert und bin ehrlich gesagt nicht zufrieden. Erst vor Ort teilte man mir mit, dass einige Produkte nicht verfügbar sind. Das ist zu spät. In Zukunft sollte zumindest in der Abholbestätigung ein entsprechender Hinweis erfolgen.

    Die absolute Enttäuschung stellte sich dann zu Hause beim Auspacken der Ware ein. Anstatt dem probiotischen Naturjoghurt, hatte man mir welchen mit Vanillegeschmack untergejubelt, obwohl mir der real,- DRIVE-Mitarbeiter mit Nachdruck versicherte, das jede Bestellung zweimal eine Qualitätskontrolle durchläuft und ich den Einkauf deswegen nicht kontrollieren müsse. Zudem hatte der Geflügelaufschnitt von Gutfried das Mindesthaltbarkeitsdatum 13. November 2010, war demzufolge schon am nächsten Tag abgelaufen. In diesem Zusammenhang musste ich dann feststellen, dass bei einem Großteil der Produkte das Mindesthaltbarkeitsdatum bereits wenige Tage später überschritten wurde. Sowas darf einfach nicht sein.

    Schade. Die Idee des Real Drive ist wirklich sehr innovativ. Nach diesem Negativerlebnis empfinde ich die Umsetzung jedoch als schwach. Doch es kommt noch besser:

    Zu meinem Entsetzen musste ich einen Tag später feststellen, dass sich die von mir bestellten 6 Packungen H-Milch bei näherer Betrachtung als Frischmilch entpuppten. Ich hatte diese am Vorabend im Vertrauen, dass es sich um H-Milch handelt, bei Zimmertemperatur gelagert. Beim Öffnen der Packung wurde ich dann eines Besseren belehrt.

    Es geht weiter: Anstatt Schwip Schwap ohne Zucker, wurden mir 6 Flaschen Schwip Schwap mit Zucker in die Einkaufstüten gepackt. Das ist demnach das dritte falsche Produkt nach den 6 Packungen Frischmilch und dem Vanille-Joghurt.

    Ich habe mich natürlich unverzüglich am 14. November 2010 mit real,- in Verbindung gesetzt und dieses ungeheuerlichen Vorfall geschildert. Bis auf eine kurze E-Mail, in der man mir mitteilte, dass mein Anliegen an den Geschäftsführer des real,- DRIVE-Markts weitergeleitet wurde, habe ich bis heute keine Rückmeldung in Form einer Entschuldigung oder einer finanziellen Entschädigung erhalten.

    Ich sag nur: real,-! Einmal hin, alles drin? Von wegen…


  10. Daniel
    20. November 2010 um 11:15

    Also ich war gestern das zweite mal beim Real-Drive und kann den Kommentar von Sascha wirklich nicht unterschreiben … Die MHD von den Produkten, die ich gekauft habe (Auch Milch- und Fleischprodukte) liegen noch ein ganzes Stück in der Zukunft und ich hatte auch durch die Bank alles dabei, was ich bestellt habe.

    Hab dann extra nochmal kontrolliert, weil man sich ja wie Sascha schon sagt gerade bei Joghurts leicht vergreifen kann, aber bei mir war echt alles absolut in Butter.

    Habe auch noch erfahren, dass man sogar direkt sein Leergut wieder abgeben kann, das wird dann verrechnet wie im normalen Markt auch. Man muss sich nicht mal an den reudigen Automaten anstellen .. find ich immernoch prima.


  11. Oma Hans
    30. November 2010 um 14:59

    Nach drei Einkäufen hatte ich eine Fehlerquote von 66 Prozent! Beim ersten Kauf fehlte Ware. Nach der Reklamation erfolgte eine Rückvergütung beim nächsten Einkauf. Da waren dann bestellt Getränke nicht vorrätig. Das erfährt man aber erst vor Ort. Man muss sich dann die fehlenden Artikel mit neuem Zeitaufwand anderswo besorgen. Der nächste Einkauf war der totale GAU: Sechs!!! Artikel wurden nicht eingepackt. Dafür erhielt ich einen anderen, mit dem ich nichts anfangen kann und den ich wahrscheinlich wegwerfen werde. Die Reklamation verlief mangelhaft. Kein Wort des Bedauerns bei der Hotline. Mal sehen, wann die sich melden.


  12. Jonathan
    6. Januar 2011 um 20:17

    Ich hatte keine Probleme, fand die Annahme von Leergut auch einen bequemen Service. Am Besten find ich das man die Kisten in den Wagen getragen bekommt, was will man mehr?
    Sie bieten einem sogar Ersatzartikel an, wenn mal was nicht da ist, anders mach ich es im Supermarkt ja auch nicht, nimm einfach ne andere Sorte oder Hersteller. Ich finde innovativen soll man nicht mit der Pingeligkeit des “Deutschen” gleich daherkommen….


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