Shoppen wird ja immer einfacher. Elektroartikel bestelle ich persönlich fast ausschließlich im Internet. Lebensmittel kann man jetzt auch bestellen – abholen fährt man selber. Nennt sich real drive und ist ganz neu bei uns hier in Hannover. Wie das ganze abläuft und ob es sich lohnt, lest ihr nach dem Break.
In den Untiefen der gesammelten Werke der Wochenendprospekte verbirgt sich meist auch ein Real-Prospekt und diesmal war der sogar relativ spannend. Da bewirbt man den neuen Service “real drive“, bei dem man sich seinen Einkauf daheim am PC im Onlineshop zusammenstellt und dann nur noch im Markt abholen muss. Klingt fair. Probierte ich aus.
Was soll ich sagen? Ich finds genial. Der Onlineshop hat dieselben Preise und Marken wie die Filiale an sich (bisher allerdings auf 5000 Artikel limitiert), und es ist eigentlich alles dabei, was man bei einem regulären Einkauf so gebrauchen könnte. Um Bestellungen abschicken zu können, registriert man sich im Online-Shop mit seiner Postanschrift und E-Mail-Adresse (Handy ist optional, man bekommt eine SMS wenn die Ware fertig ist) und kann dann sofort mit dem shoppen anfangen.

Wie in jedem anderen Online-Shop auch packt man alle Produkte in den Warenkorb und schickt dann die Bestellung ab. Man erhält eine Bestellnummer und nach mindestens 2 Stunden Vorlaufzeit (man kann den Abholtermin auch auf eine beliebige Uhrzeit an den Folgetagen legen) bekommt man eine Bestätigung darüber, dass die Ware vorbereitet ist. Also ab ins Auto und eben schnell zum Real fahren. Auf dem extra angelegten Areal steht dann ein kleiner Automat, den man vom Autofenster aus mit der Bestellnummer füttert und der einem daraufhin eine Parkplatz-Nummer zuweißt. Dort stellt man dann sein Auto ab und nach 2-3 Minuten kommt der nette Herr von Real mit dem fertigen Einkaufswagen. Alles wird gekühlt, die Tiefkühlprodukte sogar in speziellen Kühlbehältern transportiert. Man muss nicht mal selbst einladen, dabei hilft der Mitarbeiter einem nämlich auch noch.
Ist ein Produkt nicht mehr vorrätig, wird es einfach weggelassen und man erhält direkt einen Hinweis. Auch mit Eiern oder Obst klappt das nach meiner bisherigen Erfahrung gut, ich konnte keine Druckstellen oder dergleichen finden. Könnte ja sein, dass man so versucht, die schlechteren Produkte abzuverkaufen – dem ist aber nicht so. Jedenfalls stehen zwischen den Parkplätzen mehrere Kassen an denen man den Warenwert zuzüglich 1 Euro (EINEN! Nicht fünf oder zehn, nein EINEN!) Servicepauschale bar oder per Karte zahlt, dann kann man schon wieder abdüsen. Alles in allem keine zehn Minuten Aufwand, ohne Schlange zu stehen oder sich durch die Supermarkt-Gänge zu quälen.
Man versucht natürlich, die real-Quality Produkte ein bisschen zu pushen, denn ein großer Teil des verfügbaren Sortiments ist verständlicherweise von real’s Eigenmarke. Aber auch Duschgels, Yoghurts und vieles mehr bekommt man von den unterschiedlichsten Herstellern zu den gleichen Preisen wie im klassischen real.
Also ich finde, das ist wirklich eine verdammt gute Sache. Gerade auch, weil man sich offensichtlich mal wirklich Gedanken gemacht hat und mit einem schlüssigen Konzept um die Gunst der Kunden buhlt. Ich für meinen Teil werde den Service auf jeden Fall häufiger nutzen, denn ich spare damit vor allem eines: Zeit! Und Geld auch, denn man lässt sich nicht mehr so leicht verleiten.



18 Kommentare
JürgenHugo
15. November 2010 um 01:42Andi
15. November 2010 um 15:23Ulrich Voß
16. November 2010 um 09:44Daniela Zimmer
16. November 2010 um 10:29Tony
16. November 2010 um 10:45JürgenHugo
16. November 2010 um 12:04Tony
16. November 2010 um 12:58JürgenHugo
16. November 2010 um 13:10Sascha Goetz
17. November 2010 um 18:33Daniel
20. November 2010 um 11:15Oma Hans
30. November 2010 um 14:59Jonathan
6. Januar 2011 um 20:17