iPhone 3G S 16 GB angekommen
Nach vielen tiefgründigen Überlegungen habe ich mich am gestrigen Tag nun doch dazu entschieden, mir ein iPhone zuzulegen. Warum das, fragt sich der geneigte Leser? Ganz einfach weil ich mit dem G1, das nun doch erst ein paar Monate alt ist, einfach nicht mehr zufrieden war. Die Gesamtperformance, die Verarbeitungsqualität(Bereits nach 4 Monaten sieht das G1 einfach nicht mehr gut aus) und die Qualität der Programme aus dem Android Market konnten mich auf Dauer einfach nicht überzeugen.
Auch wenn ich mich in der Vergangenheit ziemlich euphorisch über Google’s Sprungbrett in die Mobilfunkbranche geäußert habe, bleibt doch ein fader Nachgeschmack aus dem Versuch mit dem G1. Letztlich hat zwar das Android-Update 1.5 für mehr Funktionen und eine höhere Bediengeschwindigkeit gesorgt, lässt sich aber, so musste ich leider (zu spät) feststellen, nicht mit dem Lebensgefühl vergleichen, das ein iPhone zu vermitteln vermag. Als Folge wird sich natürlich auch der Schwerpunkt dieses Blogs ändern – ich bin zwar nach wie vor überzeugt von Google und den irren Funktionen, die z.B. Google Mail einfach ungemein viel besser machen als die Alternativen. Auch denke ich, dass Android mit der Zeit zu einem ernsthaften Konkurrenten zu den Apple-Produkten werden wird. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt der anspruchsvolle “Poweruser” aber um ein iPhone wohl nicht herum.
Das Hauptargument für den Kauf des G1 war im Übrigen die Hardwaretastatur, mit der ich mir als Vielschreiber erhofft hatte, um die Nutzung eines On-Screen-Keyboards herum zu kommen. Auf Grund der barbarischen Lesbarkeit der Tasten am weißen G1 war das aber, zumindest unter widrigen Lichtverhältnissen, dann doch kein Vorteil. Ich bin tatsächlich nach den ersten Gehversuchen mit Apples Spielzeug positiv überrascht von deren Touch-Tastatur. Tatsächlich ist meine Schreibgeschwindigkeit hier viel höher, als ich erwartet hatte – und das jetzt schon, nach nicht mal 24 Stunden. Apropos 24 Stunden, der Akku des iPhone ist noch immer fast voll – mein G1 hätte nach so viel Spielerei schon längst alle Viere von sich gestreckt.
Auch das Angebot an Anwendungen für das iPhone macht Lust auf mehr – “Es gibt für alles eine App” ist nicht nur ein Spruch, sondern ein Versprechen, dem das Angebot im Appstore durchaus gerecht wird. Zwar hat es ein Neueinsteiger Anfangs recht schwer, unter der Fülle an Angeboten die wirklich anständigen herauszufiltern, zumal viele Tools leider auch kostenpflichtig sind, dennoch bin ich zuversichtlich, dass ich bald die richtigen Quellen finden werde. Von Vorteil dürfte dabei wohl die hohe Dichte an Apple-Jüngern in meinem Kollegenkreis sein – hätte ich mal von Beginn an auf sie gehört.
Im Übrigen hat mich schon der erste Suchtfaktor erreicht – FlightControl macht mich noch irre.
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