Google’s neuester Streich: Buzz
Google hat einen neuen Service gestartet: Mit Google Buzz hält das Social Networking in Google Mail Einzug. Über ein eigenes “Label” in der Sidebar erhält man Zugriff auf die Echtzeitnachrichten, die eigene Freunde über Google posten. Es handelt sich insofern um eine Art Microblogging, aber eben nicht in der Form, die man von Twitter nun bereits gewohnt ist. Und das Ganze sogar mobil über die Google-Webseite für Internethandy’s.
Darüber hinaus bekommt man die Möglichkeit, Inhalte von Twitter, Flickr, Picasa usw. direkt einzubinden. Alle Beiträge über Buzz lassen sich von seinen Freunden kommentieren. Freunde via Buzz hat man auch schon, denn Google hat trifft an Hand der Häufigkeit der Kommunikation via E-Mail bereits eine Vorauswahl.
Eine ziemlich gute Zusammenfassung der Buzz-Features findet sich im Basic Thinking Blog:
1. Auto-Following: Damit der Anfang nicht schwer fällt, hat sich Google erlaubt, eine vordefinierte Liste an verfolgungswürdigen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die Empfehlungen basieren auf den täglichen Kontakten, mit denen man chattet oder mailt.
2. Schneller Zugriff auf Medieninhalte: Anders als bei Twitter ist es nicht nötig, Links anzuklicken und darauf zu warten, dass sich eine Seite öffnet. Buzz zeigt (beinahe) sämtliche Medien direkt im Stream: YouTube-Videos erscheinen unter den Status-Updates, komplette Flickr- und Picasa-Galerien werden in Vollbild integriert und Twitter-Tweets erscheinen in Buzz (auf diese kann man jedoch nicht antworten). Dies gilt selbst für ganze Websites, was die Publisher und Vermarkter nicht wirklich begeistern dürfte: Wird eine Seite per Link empfohlen, werden die grafischen Schlüsselelemente dort herausgerissen und in der Nachricht angezeigt. Einige Seitenbetreiber dürfte das ordentlich Traffic kosten…
3. Privatmodus: Buzz-Updates können öffentlich (zum Beispiel direkt auf dem Google-Profil) oder nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich gemacht werden. Dazu können Listen angelegt werden, die sich bei jedem Post separat aktivieren lassen.
4. Inbox-Integration: Bestimmte Buzz-Einträge werden – wie E-Mails – im Eingangsordner dargestellt und durch ein kleines Icon gekennzeichnet. Die Liste wird in Echtzeit aktualisiert: Bleibt der Screen länger offen, kommen weitere Posts sichtbar hinzu. Der Nutzer legt selbst fest, was dort auftaucht, zum Beispiel Kommentare auf eigene Einträge, Kommentare auf eigene Kommentare oder Antworten, die – man kennt es schon von Twitter – als @-Replys ankommen (Muster: @username@gmail.com).
5. Empfehlungen: Um nichts Wichtiges zu verpassen, zeigt Buzz auch Status-Updates von Nutzern, denen man nicht folgt. Das können Freunde von Freunden sein oder User, die über Dinge berichten, die einen interessieren könnten. Laut Google wird dazu ein persönlicher Algorithmus trainiert, der mit der Zeit immer relevantere Einträge anzeigt.
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Google hat dazu selber ein Video auf der offiziellen Website eingebunden:
Derzeit haben noch nicht alle GMail-Nutzer Zugriff auf das Feature, da der Rollout wie immer nach und nach erfolgt. Ich selbst konnte es auch noch nicht ausprobieren, aber scheinbar ist es recht interessant. Allerdings ist die Webgemeinschaft eher interessiert als euphorisch – der verfrühte Hype um Wave war wohl eine Lehre.

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