Ich hatte es in meinem letzten Artikel bereits erwähnt – ich habe mich getraut und verabschiede mich zumindest privat aus der Windows-Welt. Seit vergangenem Freitag nenne ich ein 13″ MacBook Pro mein Eigen, dass mich seitdem immer wieder in Erstaunen versetzt, aber auch ein paar graue Haare sprießen lässt. Weil vielleicht der eine oder andere unter meinen Lesern mit einem ähnlichen Schritt liebäugelt, will ich euch einfach einmal an meinen Erfahrungen beim Umstieg teilhaben lassen.
Die Entscheidung pro Mac viel mir dann – nach den vielen Jahren auf der Windows-Plattform – doch erstaunlich leicht. Hatte ich zuvor nahezu keinen Kontakt mit Geräten aus Cupertino, bin ich in letzter Zeit beruflich immer öfter gezwungen gewesen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und es hat mir gefallen. Alles ist irgendwie fluffiger unter OS X, funktioniert einfach. Sicher, unter Windows bin ich derzeit wahrscheinlich noch produktiver – die gewohnten Tastenkombinationen fehlen auf dem Mac einfach noch, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Aber immer der Reihe nach – zunächst die technischen Daten zu meinem neuen Begleiter:
- 13″ Hochglanzdisplay mit LED-Backlight (33,8 cm) – Auflösung 1280×800 Pixel
- Intel Core i5 Prozessor mit 2,3 GHz
- 4GB RAM
- 320 GB HDD
Und das wars auch schon. Meine Zocker-Tage liegen schon lange hinter mir, so dass ich die Mobilität des dreizehn-Zöllers der Grafikleistung der 15″er (hier hat es eine zweite, richtige Grafikkarte) vorziehe. Was soll ich sagen – ich kann mich nicht beklagen. Alle Anwendungen, dir mir am Herzen liegen (beziehungsweise deren Mac-Pendants) laufen flüssig und ohne Probleme. Zumal ich für den kommenden Monat noch den Einbau einer SSD als Systemlaufwerk geplant habe. Aber eins nach dem andern.
Verarbeitung / Hardware
Hier hat Apple traditionell seine Stärke und damit lässt sich auch der Preis erklären. Zwar sind die Zeiten vorbei, zu denen man Apple-Hardware als “High Class – High Cost” bezeichnen musste, denn vergleichbare Hardware aus der PC-Welt kostet vergleichbar viel, dennoch gibt es sicher deutlich günstigere Notebooks bei ähnlicher Leistung. Mein neuer Begleiter ist jedenfalls tadellos verarbeitet. Das Unibody-Gehäuse scheint äußerst stabil zu sein, auch wenn ich derzeit nur auf den ersten Kratzer auf dem Deckel warte – das Aluminium wirkt zwar sehr wertig und fasst sich auch toll an, dürfte aber nicht besonders kratzresistent sein.
Klares Highlight ist natürlich die Tastatur. Ich empfinde deren Hintergrundbeleuchtung im Dunkeln als sehr sehr angenehm. Auch das Touchpad ist weit vorne dabei – hat man erstmal eingestellt, dass ein Klick auch per “Tap” ausgelöst werden kann (in der Default-Einstellung muss man das Pad tatsächlich drücken, bis es klickt), gewöhnt man sich vergleichsweise schnell daran. Auch das Scrollen mit zwei Fingern ist so ein Ding – am Anfang denkt man noch jedes mal darüber nach, beim 5. oder 6. Einsatz ist der benötigte Verhalten schon in Fleisch und Blut übergegangen. Wie oft habe ich schon geflucht, wenn ich dasselbe an meinem alten Windows-Laptop versucht habe…
Mac OS X
Das Betriebssystem ist wie beim PC oder bei Linux auch der Kern des Ganzen. Ohne ein anständig funktionierende OS tut auch die allerbeste Hardware nichts, wie sie soll. Nun fühle ich mich unter Windows wie ein sehr versierter Nutzer, beim Umstieg auf Mac nutzt das alles aber wenig. Alles ist irgendwie anders. Gefühlt sind die Abläufe schneller, besser durchdacht und noch dazu hübscher. Fluffiger.
Trotzdem bedarf es einiger Zeit, sich an die Eigenheiten des Systems zu gewöhnen. Das ist nichts grundsätzlich schlechtes, aber doch ein Punkt, über den man sich bei einem geplanten Umstieg immer auch Gedanken machen muss. Viele Anwendungen der Windows-Welt gibt es auf OS X ganz einfach nicht. Es braucht Zeit, bis man die passenden Alternativen gefunden hat. Die großen Produkte wie Microsoft Office, Adobe Photoshop etc. existieren zwar auch in einer Version für Mac, allerdings müssen diese eben neu lizenziert werden, so dass hier zusätzliche Kosten entstehen.
Fazit
Bisher bin ich wirklich zufrieden. Bereits nach vier Tagen mit dem neuen MacBook habe ich darauf dienstlich entwickelt – wie bereits erwähnt noch nicht so produktiv wie mit Windows, aber das ist nur eine Frage der Zeit.
Jeder der mit dem Gedanken spielt, den Umstieg ebenfalls zu wagen, sollte vorher aber nach Möglichkeit mit einem Mac rumspielen und testen, ob man überhaupt damit zurecht kommt. Zwar ist ohne Zweifel alles leichter gelöst, aber unter dem Strich muss man eben doch Vieles neu lernen.







8 Kommentare
andreas86
14. Juni 2011 um 16:03tremo.ch
16. Juni 2011 um 10:18Daniel
16. Juni 2011 um 21:07Hannes Schurig
22. Juni 2011 um 10:04Daniel
22. Juni 2011 um 10:18Stefan
9. Juli 2011 um 09:55Daniel
9. Juli 2011 um 10:02David
8. November 2011 um 12:44